IRONMAN COZUMEL: THOES HOLT ERSTEN IM-SIEG, WEISS ZUM DRITTEN (German)

von Harald Eggebrecht für tri2b.com | 18.11.2018 um 22:25
Svenja Thoes hat in Mexiko ihren ersten Ironman-Erfolg der Karriere gefeiert. Auf der Urlaubsinsel Cozumel im Karibischen Meer siegte die 27-jährige vom LAZ Saarbrücken in 8:56:17 Stunden vor der Kanadierin Angela Naeth. Bei den Männern ging der Sieg an den Österreicher Michael Weiss. Bester Deutscher war Markus Liebelt auf Rang sechs.
Im warmen Karibikwasser blieben, strömungsbegünstigt, gleich drei Athleten unter der 44-Minuten-Marke. Der Mexikaner Maurico Mendez führte eine Dreiergruppe mit dem Spanier Ivan Rana und Igor Amorelli aus Brasilien an. Als Siebter, mit knapp drei Minuten Rückstand, stürmte Markus Liebelt zu seinem Zeitfahrrad, Topfavorit Michael Weiss aus Österreich ging mit 3:39 Minuten Rückstand in seine Paradedisziplin.
Es dauerte keine 40 Kilometer, dann hatte der Österreicher seinen Rückstand zu einer Soloführung vor einer sechsköpfigen Verfolgergruppe umgewandelt, in der Liebelt mit die Akzente setzte. Weiss baute nun seinen Vorsprung kontinuierlich aus und nahm seinem ersten Verfolger bis ins Radziel 11 Minuten ab. Dies war überraschenderweise der Deutsche Philipp Mock, der sich am Ende des Radfahren an der sich auflösenden Verfolgergruppe vorbeischieben konnte.

MOCK KURZZEITIG DER ERSTE WEISS-JÄGER

Das war aber nur eine Momentaufnahme. Während an der Spitze Weiss nun ungefährdet seinem dritten Ironman-Sieg in Cozumel entgegen lief, war Mock seinen zweiten Rang schnell wieder los. Zunächst mischte sich Liebelt noch in den Kampf um Rang zwei und drei mit ein, allerdings musste auch er sich zur Halbmarathonmarke von diesem Traum verabschieden. Der Schweizer Samuel Hürzeler biss sich auf Rang zwei fest, allerdings kam nach der 30-Kilometer-Marke Ivan Rana immer näher heran. Auf den letzten 5 Kilometern war der flinke Spanier dann fast an Hürzeler dran, konnte ihn aber nicht mehr vom Silberrang verdrängen. Vorne feierte Weiss in 7:58:34 Stunden seinen insgesamt sechsten Ironman-Erfolg der Karriere, was in der Szene aufgrund der früheren Dopingsperre des gebürtigen Niederösterreichers nicht nur Jubelstürme auslösen dürfte.

SVENJA THOES FIGHTET ANGELA NAETH NIEDER

Bei den Frauen bestimmte die US-Amerikanerin Kelsey Withrow den Schwimmauftakt, die gut zwei Minuten zwischen sich und die erste vierköpfige Verfolgergruppe legte, in der neben der Dänin Michelle Vesterby auch Svenja Thoes vertreten war.
Auf dem Rad konnte zunächst Withrow die Führung halten, während dahinter Thoes auf Rang zwei fuhr. Noch vor der 100-Kilometer-Marke waren dann die Kräfte der Amerikanerin am Ende und Thoes erhielt mit der von hinten auffahrenden Kanadierin Angela Naeth eine neue Mitstreiterin. Die ebenfalls an der Spitze erwartete Vesterby schied bereits nach der ersten der drei Radrunden aus. Bald schüttelte Naeth dann ihrerseits die Deutsche auf dem zweiten Teil der 180 Radkilometer ab und fuhr noch gut vier Minuten Vorsprung bis zum Wechsel in den Marathon heraus. Die weiteren Verfolgerinnen lag dort bereits 20 Minuten und mehr zurück.
Bereits auf der ersten der drei Laufrunden konnte Thoes ihren Rückstand bis auf unter eine Minute minimieren. Keine zwei Monate ist es her, da stürmte die 27-jährige Saarbrückerin an gleicher Stelle beim Ironman 70.3 auf Rang zwei. Motiviert davon machte sie nun weiter Jagd auf Naeth. An der Halbmarathonmarke war die Kanadierin gestellt, allerdings noch nicht geschlagen. Über mehr als zehn Kilometer gab es nun ein Schulter-an-Schulter-Duell, bevor sich Thoes bei Kilometer 35 leicht lösen konnte. Thoes hielt das Tempo weiter hoch und konnte so Naeth auf Distanz halten und mit 44 Sekunden Vorsprung zum ersten Ironman-Sieg der Karriere laufen.